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Wie werte ich eine Feedback-Session aus?

Im folgenden Artikel erfahren Sie was eine Kompetenz und ein Kompetenzmodell ist, wie sich dieses von einem Skill abgrenzt und wie es im Rahmen der Personalentwicklung eingesetzt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

  1. Übersicht der Analyse

  2. Spinnendiagramm

  3. Kompetenzdyamik

  4. Tabelle

 

 

1. Übersicht der Analyse

Die Analyse in einer Feedback Session fasst die Ergebnisse der Fragebögen in quantiativer und qualitativer Form zusammen. Folgende Analysen finden Sie in diesem Bereich:

  • Das Spinnendiagramm dient dem Vergleich der Perspektiven in Bezug auf die Kompetenzbewertung.

  • Die Kompetenzdynamik zeigt den Durchschnitt und Entwicklung über die Zeit je Kompetenz, sowie den Gesamtdurchschnitt der Evaluation.

  • In der Tabelle können die Bewertungen je Frage, sowie die qualitativen Antworten für eine tiefere Analyse eingesehen werden. 

Für weitere Analysen können die Ergebnisse auch im XLSX Format exportiert werden oder als PDF zur Ablage in der digitalen Akte des Mitarbeitenden.

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Auf folgende Themen sollte bei der Interpretation der Ergebnisse geachtet werden: 

  • Was sind die Stärken des Mitarbeiters (in Bezug zum Erwartungswert)? 
  • Was sind die Entwicklungsfelder des Mitarbeiters (in Bezug zum Erwartungswert)?
  • Wo sehen wir Differenzen in der Selbst- und Fremdeinschätzung bzw. den verschiedenen Perspektiven?

Daraus können dann auch schon erste Maßnahmen zur Weiterentwicklung geschlossen werden. Eine Zusammenfassung der Erkenntnisse kann in die "Notizen" im unteren rechten Bildschirmrand geschrieben werden. Diese Notizen können als "privat", also nur für einen selbst sichtbar eingetragen werden. Wenn sie nicht auf privat gestellt sind, können sie vom Feedback-Nehmer, sowie Admin und Führungskräften eingesehen werden. 

 

2. Spinnendiagramm

Das Spinnendiagramm in der Kompetenzbewertung zeigt die Bewertung aus verschiedenen Perspektiven je Kompetenz. Über das Dropdown-Menü neben "Anzeigen" können die verschiedenen Perspektiven einzeln ausgewählt werden, um sie miteinander zu vergleichen.

  • Immer angezeigt wird der "Insgesamt" Wert als Durchschnitt aller Bewertungen.

  • Der "Erwartungsbereich" bezieht sich auf den hinterlegten Erwartungswert in der Rolle, die dem Feedback-Nehmer zugeordnet ist. 

  • Abhängig davon welche Perspektiven in der Feedback-Session verwendet wurden, können hier Selbsteinschätzung, Führungskraft, Mitarbeitende, Kollegen und Stakeholder angezeigt werden. 

  • Die Perspektive "nur andere" fasst alle verwendeten Perspektiven ohne die Selbsteinschätzung zusammen.

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In diesem Beispiel wurden die Kompetenzen Teamfähigkeit, Entscheidungsfindung und Finanzielle Genauigkeit abgefragt. Bei Auswahl der Perspektiven "Erwartungsbereich", "Selbsteinschätzung" und "Führungskraft" können diese für eine weitere Analyse übereinander gelegt werden.


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Der Feedback-Nehmer schätzt sich bei der Entscheidungsfindung über dem Erwartungswert von 3 ein, während sie von ihrer Führungskraft schwächer als der Erwartungswert eingeschätzt wird. Hier könnte die Führungskraft mit dem Feedback-Nehmer besprechen, warum es zu einem Unterschied in der Einschätzung kommt. Eventuell können die aufgeschlüsselten Fragen in der Tabelle unterhalb des Diagramms Aufschluss geben. So können Sie beispielsweise in der Tabelle erfahren, welche der abgefragten Facetten von Entscheidungsfindung hier das Entwicklungspotential birgt, bzw. wo der Unterschied in der Einschätzung liegt. In der Tabelle sind auch die qualitativen Antworten die je Frage eingegeben wurden enthalten. Wir empfehlen zumindest eine offene Frage je Kompetenz, um den Feedbackgebenden die Möglichkeit zu geben, ihre Bewertung zu begründen.

 

3. Kompetenzdynamik

Die Kompetenzdynamik gibt den Durchschnitt über alle Perspektiven je Kompetenz sowie deren Verlauf über die Zeit an. Wenn die Session nächstes Jahr wieder stattfindet, würde hier ein Vergleich angestellt werden und die Abweichungen nach unten (Verschlechterungen in einer Kompetenz) bzw. nach oben (Verbesserungen) dargestellt.

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In dem Beispiel ist zu sehen, dass sie in der Kompetenz "Teamfähigkeit" am schlechtesten abschneidet und in "Finanzielle Genauigkeit" am besten. Jedoch befinden sich alle Bewertungen nah an dem Erwartungswert von 3. Erst bei einer Abweichung vom Erwartungswert von 0,5 bis 1 können Rückschlüsse gezogen werden. 

Auch bei der Entwicklung über die Zeit hinweg, also einer Verschlechterung oder Verbesserung der Kompetenz, sollte diese Standardabweichung beachtet werden. 

Hinweis: Bitte berücksichtigen Sie bei der Interpretation der Ergebnisse eine Standardabweichung von 0,5–1,0 Punkten (auf einer 5-stufigen Skala) vom Erwartungswert. Erst wenn Ergebnisse unterhalb oder oberhalb dieses Bereichs liegen, werden sie als inhaltlich relevante Abweichung eingeordnet.

 

 4. Tabelle

Am Ende der Seite befindet sich die Aufschlüsselung der Frage in Form einer Tabelle mit den qualitativen und quantitativen Antworten. Diese kann in der Reihenfolge des Fragebogens oder nach Kompetenzen gruppiert angezeigt werden. In der unteren Abbildung wurde die Einstellung "Fragebogen anzeigen" gewählt.

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In dieser Ansicht werden die gegebenen Antworten abhängig von den gewählten Anonymitätseinstellungen nach Perspektive und Feedback-Geber aufgeschlüsselt. Die Tabelle dient der vertieften Analyse der Ergebnisse aus dem Spinnendiagramm und der Kompetenzdynamik. Immer dann, wenn dort insbesondere Entwicklungspotenziale oder größere Differenzen sichtbar werden, bietet die Tabelle einen genaueren Einblick, zu welchen konkreten Fragen diese Abweichungen entstehen und ob die dazugehörigen qualitativen Antworten zusätzlichen Aufschluss geben.

Im Beispiel schätzte sich der Feedback-Nehmer in Frage 1 („Sammelt relevante Informationen, prüft Daten und mögliche Auswirkungen, um fundierte Entscheidungen zu treffen“) selbst mit 5 ein, während sie von ihrer Führungskraft mit 2 bewertet wurde. In einem anschließenden Gespräch kann geklärt werden, wie es zu dieser deutlichen Diskrepanz in der Wahrnehmung kommt und welche Erwartungen, Beobachtungen oder Beispiele jeweils zugrunde liegen.