Import von DATEV Lohnergebnisdaten (Lohnergebnisdatenservice)

Im folgenden Artikel erfahren Sie als Administrator, wie Sie von dem DATEV Lohnergebnisdatenservice profitieren und welche Schritte zur Einrichtung notwendig sind.

Inhaltsverzeichnis 

  1. Lernvideo
  2. Vorteile des DATEV Lohnergebnisdatenservice
  3. Voraussetzungen für die Nutzung des Lohnergebnisdatenservice
  4. Administratorenrollen zuweisen
  5. Einrichtung des DATEV Lohnergebnisdatenservice
  6. Durchführung des Datenimports

 

1. Lernvideo

Schauen Sie hier das Video zum Artikel: 

 

2. Vorteile des DATEV Lohnergebnisdatenservice

Mit Hilfe des DATEV Lohnergebnisdatenservice können die im DATEV-Abrechnungsprozess entstandenen Ergebnisdaten (Stamm- & Lohndaten) in HRworks importiert und weiterverarbeitet werden.
Der DATEV Lohnergebnisdatenservice unterstützt damit Prozesse zwischen Kanzlei und Mandant in Bezug auf den Austausch und die Übermittlung von Auswertungsdaten aus der Brutto/Netto-Abrechnung, des Lohnkontos und dem Lohnjournal aus DATEV LODAS sowie DATEV Lohn und Gehalt. Hierdurch können Prozesskosten und Medienbrüche reduziert, die Datenqualität verbessert und die Entscheidungsfindung im Unternehmen unterstützt werden. 

 

3. Voraussetzungen für die Nutzung des Lohnergebnisdatenservice

Bitte informieren Sie zunächst Ihre Steuerberatung, dass Sie den DATEV Lohnergebnisdatenservice nutzen möchten. Im Anschluss kann Ihre Steuerberatung die Schnittstelle für Sie bestellen und freischalten. Beachten Sie hierbei, dass durch die Freischaltung dieses Zusatzservices gegebenenfalls Zusatzkosten gegenüber DATEV entstehen können.

Des Weiteren benötigen Sie als Administrator ein DATEV-Anmeldemedium mit den dazugehörenden Rechten zur Aktivierung der DATEV-Integration in HRworks. Die Bereitstellung des DATEV-Anmeldemediums erfolgt durch Ihre Steuerberatung. Beachten Sie daher, dass die Inbetriebnahme der DATEV-Integration stets über Ihre Steuerberatung erfolgen muss. Hinweise zur Freischaltung und Einrichtung des DATEV Lohnergebnisdatenservice können Sie dem folgenden Artikel entnehmen. 

Hinweis: Wenn Sie Unterstützung bei der Einrichtung einer DATEV-Schnittstelle benötigen, können Sie über das DATEV-Partner-Onboarding einen Termin für ein kostenfreies Online-Gruppen-Training buchen.

 

Weitere Informationen zum initialen Bestellprozess der Datenservices für die DATEV-Integration in HRworks finden sich im hier verlinkten Video (seitens DATEV). Hier wird anhand des Lohnaustauschdatenservice gezeigt, wie entsprechende Datenservices bei der DATEV bestellt werden können und wie die allgemeine Rechtevergabe funktioniert.

4. Adminstratorenrollen zuweisen

Weisen Sie als Master-Administrator den Personen, die für die Konfiguration der Schnittstellen zuständig sind, zunächst die entsprechende Rolle zu. Öffnen Sie hierzu als Master-Administrator unter Admin-Menü "Personen/Personen” mit Doppelklick die gewünschten Personen und navigieren in das Menü “Stammdaten/Rollen und Berechtigungen”. Setzen Sie hier unter “Grundlagen” den Haken bei “Exportformat-Administrator”. 

Um per API Stammdaten importieren und Usern zuweisen zu können, benötigen Sie zudem die Rolle “Master-Administrator”. Für den Abruf und die Zuweisung von Lohn- und Gehaltsdaten wird die Rolle “Gehalts-Administrator” vorausgesetzt. 

Den Vorgang schließen Sie mit dem “Speichern” Button ab. 

 

5. Einrichtung des DATEV Lohnergebnisdatenservice

Um den Lohnergebnisdatenservice nutzen zu können, konfigurieren Sie die Schnittstelle bitte zunächst im Menü “Grundlagen/Integrationen/DATEV-Datenservices”. Im Reiter “Grundlagen” werden die Eckdaten des Mandanten verwaltet. Neben den beiden Pflichtangaben Beraternummer und Mandantennummer muss der Mandant den zugehörigen Organisationseinheiten zugeordnet werden. Aktivieren Sie zusätzlich die Checkbox “Import von Lohnergebnisdaten” zur Nutzung der Schnittstelle.

Bei bestehenden Mandanten, welche bereits im Rahmen des Lohnimportdatenservice oder Lohnauswertungsdatenservice verwaltet werden, muss lediglich die Checkbox “Import von Lohnergebnisdaten” ergänzt werden.

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Autorisierung

Führen Sie im nächsten Schritt die Autorisierung Ihres Mandanten gegenüber DATEV durch, um sicherzustellen, dass nur berechtigte Personen Daten abrufen können. Halten Sie für die Autorisierung bitte das zur Verfügung gestellte DATEV-Anmeldemedium bereit. Die Autorisierung muss durch jeden Administrator und für jeden Mandanten erfolgen. Dabei kann der Lohnergebnisdatenservice einzeln oder in Kombination mit den weiteren DATEV-Integrationen autorisiert werden.

Achtung! Die Einrichtung und Autorisierung des DATEV Mandanten in HRworks muss von jedem Administrator individuell vorgenommen werden.
Die Einstellungen in den Reitern Grundlagen und Datenkonfiguration können hierbei individuell hinterlegt werden und müssen mit den Berechtigungen in DATEV übereinstimmen.

Um die Autorisierung durchzuführen, klicken Sie auf “DATEV-Autorisierung starten”. Anschließend öffnet sich eine neue Registerkarte mit der DATEV Login-Seite, auf der Sie sich zunächst mit dem Anmeldemedium autorisieren. Stimmen Sie anschließend den erforderlichen Berechtigungen zu, um mit der Autorisierung fortfahren zu können. 

Nach einer erfolgreichen Autorisierung erhalten Sie eine entsprechende Erfolgsmeldung und der Status Ihres Mandanten wechselt unmittelbar auf “aktiv”. Sie können den Status Ihrer Autorisierung jederzeit einsehen und diese gegenüber DATEV widerrufen. Sobald sich ein Mandant im Status “aktiv” befindet, können abrechnungsrelevante Daten an das DATEV-Rechenzentrum übermittelt werden.

Hinweis: Bei Änderungen an den selektierten Datenservices muss die Autorisierung gegenüber DATEV stets erneut durchgeführt werden.

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Datenkonfiguration

Im dritten Schritt haben Sie die Möglichkeit, die zu importierenden Lohneregbnisdaten zu definieren. Wählen Sie hierzu im Reiter “Datenkonfiguration” unter “Auswahl Datenservice” die Option “Import Lohnergebnisdaten”. Mit Selektion der Checkbox “Lohn- und Gehaltsdaten importieren” werden pro DATEV-User stets die gesamten lohnrelevanten Abrechnungsdaten importiert. Folgende Werte werden hierbei abgerufen: 

  • Brutto-Bezüge
  • Steuerrechtliche Abzüge
    • Lohnsteuer
    • Kirchensteuer
    • Solidaritätszuschlag
  • SV-rechtliche Abzüge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge) 
    • KV-Beitrag
    • AV-Beitrag
    • PV-Beitrag
    • RV-Beitrag
  • Netto-Verdienst 
  • Nettobezüge
  • Nettoabzüge
  • Auszahlungsbetrag 
  • Umlagen 
    • Umlage U1 (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall)
    • Umlage U2 (Mutterschutz)
    • Umlage U3 (Insolvenzgeldumlage)
  • Pauschalsteuern 
    • Pauschale Lohnsteuer
    • Pauschale Kirchensteuer
    • Pauschaler Solidaritätszuschlag

Zusätzlich können die zu importierenden Stammdaten selektiert werden. Folgende Werte stehen hierbei zur Verfügung: 

DATEV-Personalnummer Sozialversicherungsnummer Nachname
Vorname Geburtsdatum Geschlecht
Staatsangehörigkeit Eintrittsdatum Eintrittsdatum für den aktuellen Beschäftigungszeitraum
Austrittsdatum Position Höchster Bildungsgrad
Höchste berufliche Qualifikation Vertragsform Kostenstellenbezeichnung
Steuerklasse Konfession AN Titel
Ausgeübte Tätigkeit Adresse - Land Adresse - Straße
Adresse - Ort Adresse - Hausnummer Adresse - PLZ
Adresse - Zusatz Beitragsgruppenschlüssel Krankenversicherung Beitragsgruppenschlüssel Rentenversicherung
Beitragsgruppenschlüssel Arbeitslosenversicherung Beitragsgruppenschlüssel Pflegeversicherung  

 

6. Durchführung des Datenimports

Nach erfolgreicher Einrichtung des DATEV-Mandanten führen Sie den Import im Admin-Menü "DATEV-Datenservices/Lohnergebnisdatenservice" durch. 

Detaillierte Informationen zum Datenimport und den Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung der Daten erhalten Sie über die in der Hilfe verlinkte Dokumentation (Admin-Menü/Grundlagen/Integrationen/DATEV-Datenservices).

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Hinweis: 

DATEV LODAS: Sie können rückwirkend bis zum Januar des Vorjahres der Freischaltung auf die Lohnergebnisdaten zugreifen. 
DATEV Lohn und Gehalt: Sie können nicht rückwirkend auf die Lohnergebnisdaten zugreifen. Entscheidend für den Zugriff auf die Daten ist das Datum der Freischaltung und ob zu diesem Zeitpunkt die Lohnabrechnung des Monats bereits stattgefunden hat. 
Beispiel: 
  • Freischaltung des Lohnergebnisdatenservice am 20.06.24 und Durchführung der Lohnabrechnung am 22.06.24
    • Die Lohnergebnisdaten sind für den Monat Juni abrufbar.
  • Freischaltung des Lohnergebnisdatenservice am 24.06.24 und Durchführung der Lohnabrechnung vorab am 22.06.24
    • Die Lohnergebnisdaten sind für den Monat Juni nicht abrufbar. Die Lohnergebnisdaten können ab der Juli-Abrechnung bezogen werden.